Ziegenfarmen in Hongon

PROJEKTBESCHREIBUNG

In Hongon haben sich Müttervereinigungen zusammengeschlossen und wollen mit kleinen Ziegenfarmen ein Zusatzeinkommen für einkommensschwache Familien schaffen. Die Ziegen liefern nicht nur nahrhafte Milch für die Kinder, durch den Verkauf von Ziegenfleisch erlangen die Frauen eine größere finanzielle Unabhängigkeit.

Im Rahmen unseres Projektes erhalten acht dieser Vereinigungen im Dorf Hongon jeweils drei trächtige Ziegen. 

Die Tiere werden an besonders bedürftige Familien weitergegeben. Die ersten Nachkommen werden anschließend verkauft, und die daraus erzielten Einnahmen fließen zurück an die jeweiligen Müttervereinigungen. Auf diese Weise entsteht ein nachhaltiger Kreislauf, der es den Vereinigungen ermöglicht, langfristig weitere soziale und gemeinschaftliche Projekte zu finanzieren.

Projektort

Im oberen Aruntal mitten im Himalayagebiet liegt die Ortschaft Hongon / Hunggung.

Zielgruppe

Die Zielgruppe dieses Projekts sind vor allem wirtschaftlich benachteiligte Familien im Dorf Hongon im oberen Aruntal. Besonders berücksichtigt werden Haushalte mit geringem Einkommen, Alleinerziehende sowie Familien, die aufgrund gesundheitlicher oder sozialer Herausforderungen eingeschränkte wirtschaftliche Möglichkeiten haben. Durch die Zusammenarbeit mit den Müttervereinigungen werden gezielt jene Familien ausgewählt, die am meisten von der Unterstützung profitieren können. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Rolle der Frauen in den Gemeinschaften, indem es ihre bestehenden Netzwerke nutzt und ihre Fähigkeiten fördert, gemeinschaftliche Ressourcen nachhaltig zu verwalten.

Problemanalyse

Das dörfliche Leben im oberen Aruntal ist von harter Arbeit und Armut geprägt. Da es dort kaum Tourismus und wenig Arbeitsmöglichkeiten gibt, sind viele Männer außerhalb ihrer Dörfer als Träger und Bergführer beschäftigt. Die Frauen bleiben im Dorf, arbeiten auf dem Feld  und sind für den Haushalt und die Carearbeit zuständig. Dabei suchen sie immer wieder nach Zuverdienstmöglichkeiten.

Projektziel

Das Ziel des Projektes ist es, die Lebenssituation von benachteiligten Familien im Dorf Hongon nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig die lokalen Müttervereinigungen zu stärken. Durch die Bereitstellung der Ziegen erhalten ausgewählte Familien eine zusätzliche Einkommens- und Ernährungsquelle. Dadurch, dass die Einnahmen durch den Verkauf der ersten Jungtiere an die Müttervereinigung zurückfließen können weitere Familien langfristig unterstützt und zusätzliche gemeinschaftliche Projekte finanziert werden. Das Projekt verbindet somit direkte Hilfe für bedürftige Haushalte mit der Stärkung lokaler Strukturen und gemeinschaftlicher Selbsthilfe.

durchführung

Nach Abschluss des Genehmigungsverfahren durch die lokalen Behörden werden insgesamt 24 Ziegen von unserer Projektkoordinatorin von Dagu Himalaya Nepal gemeinsam mit den Müttervereinigungen angeschafft. Sie werden nach Hongon gebracht und dort den vorgesehenen Begünstigten übergeben. Die Kosten belaufen sich auf ca 120 Euro / Ziege und werden über unsere Partnerorganisation Hilfe die ankommt an Dagu Himalaya Nepal überwiesen.

Impressionen vom letzten Ziegenprojekt - ein voller Erfolg (Sangmu Bhote, 2021)

Projektpartner

Wir (Dorchi Nuppa Bhote, Sandra Eisner von Dagu Himalaya) arbeiten in Österreich mit der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) „Hilfe die ankommt“ zusammen.

Weitere Informationen unter: www.hilfedieankommt.org