Corona-Hilfe

Projektbeschreibung

Wir unterstützen bedürftige Familien mit Lebensmittelpaketen (Reis, Salz, Öl, Linsen).

Situation

Corona hat auch vor Nepal nicht Halt gemacht und im April hat die Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Die Zahl der bestätigten Fälle ist bis Anfang Juni 2020 auf 2912 angestiegen und 11 Menschen sind bereits gestorben. Die Anzahl der Tests ist jedoch nicht ausreichend und jeden Tag werden ca. 200 weitere Fälle entdeckt. Die nepalesische Regierung hat deshalb beschlossen, die laufende Ausgangssperre bis Mitte Juni zu verlängern, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Menschen haben deshalb ihren Arbeitsplatz verloren. Insbesondere FeldarbeiterInnen, TagelöhnerInnen, StraßenverkäuferInnen und Trekking FührerInnen/TrägerInnen sind betroffen. Keine Arbeit, kein Einkommen. Und da Nepal ein Entwicklungsland ist, gibt es keine staatlichen Hilfen oder systematische Unterstützung für Bedürftige. Keine Kurzarbeit, kein Härteausgleichsfonds. Und der Einkommensverlust wird sich auch in den zukünftigen Monaten auswirken.

 

Update August 2020: Für ein paar Wochen wurde die Ausgangssperre etwas gelockert. Dadurch kam es aber wieder zu einem erneuten Anstieg an Neu-Infektionen, weshalb die Regierung einen erneuten Lock-Down verordnete. Das erschwert natürlich die gesamte Situation, da viele Familien bereits auf eine Besserung gehofft hatten.

Problemanalyse

Die Lhomi-Volksgruppe lebt hauptsächlich vom Tourismus, ein Großteil der Menschen sind Trekking-FührerInnen oder verdienen als TrägerInnen ihren Unterhalt. Dieses Einkommen fällt nun für unbestimmte Zeit weg und stürzt die Familien in eine Krise. Erspartes ist aufgebraucht, das Geld reicht nun nicht mehr aus. Die Preise für Lebensmittel und Hygieneartikel sind stark angestiegen.

Zielgruppe

Bedürftige Lhomi-Familien, in denen die Männer Trekking-Führer oder Träger sind und deren Frauen kein eigenes Einkommen haben.

Projektort

Projektziel

Unterstützung bedürftiger Familien mit Lebensmittelpaketen.

Projektpartner

Wir (Dorchi Nuppa Bhote, Sandra Eisner von Dagu Himalaya) arbeiten in Österreich mit der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) „Hilfe die ankommt“ zusammen. In Nepal ist unser Partner und Projektträger die NGO „Nepal Lhomi Society (NELHOS)“. NELHOS hat bereits seit 2008 Erfahrung mit unterschiedlichen Projekten im oberen Arun Tal. Das generelle Ziel des Projektträgers ist es, die Entwicklung der Bewohner des Arun-Tals (Singsa Lhomi, Nawa) zu unterstützen und fördern.

 

Der Projektträger hat bereits „Mothertongue based Pre-School Programs“ in allen 15 Dörfern der Singsa Lhomi und Nawa Volksgruppen gestartet. Zusätzlich hat NELHOS 2015 einen privaten Gesundheitsposten in Lingam eröffnet. Infolgedessen hat NELHOS Erfahrung mit dem Umgang internationaler Unterstützungsgelder.


Weitere Informationen unter: www.hilfedieankommt.org und / oder www.nelhos.org

Durchführung und Nachhaltigkeit

An bedürftige Familien werden Lebensmittelpakete ausgeteilt. Ein Paket beinhaltet Reis, Öl, Salz, Linsen und Hygieneartikel. Ein gesamtes Paket wird ca. 20-25 EUR kosten. Die genauen Kosten werden derzeit von unserer Projekt-Koordinatorin Sangmu erhoben. Seit den Ausgangssperren sind die Preise für Lebensmittel drastisch gestiegen.