Corona-Hilfe Kathmandu

Projektbeschreibung

Wir unterstützen bedürftige Familien mit Lebensmittelpaketen (Reis, Salz, Öl, Linsen).

Situation

Corona hat auch vor Nepal nicht Halt gemacht und im April 2020 hat die Regierung eine Ausgangssperre verhängt, die insgesamt 6 Monate andauerte. Die genaue Zahl der Erkrankten kann bis heute nicht genau erhoben werden, da es an Test-Kits ud geschultem Personal fehlt und sich die Menschen oft nicht testen lassen (fehlende Finanzen, lange Anfahrtswege, kaum Bewusstsein über die Erkrankung)

Viele Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren. Insbesondere FeldarbeiterInnen, TagelöhnerInnen, StraßenverkäuferInnen und Trekking FührerInnen/TrägerInnen sind betroffen. Keine Arbeit, kein Einkommen. Und da Nepal ein Entwicklungsland ist, gibt es keine staatlichen Hilfen oder systematische Unterstützung für Bedürftige. Keine Kurzarbeit, kein Härteausgleichsfonds. Und der Einkommensverlust wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern.

Problemanalyse

Die Lhomi-Volksgruppe lebt hauptsächlich vom Tourismus, ein Großteil der Menschen sind Trekking-FührerInnen oder verdienen als TrägerInnen ihren Unterhalt. Dieses Einkommen fällt nun für unbestimmte Zeit weg und stürzt die Familien in eine Krise. Erspartes ist aufgebraucht, das Geld reicht nun nicht mehr aus. Die Preise für Lebensmittel und Hygieneartikel sind besonders in den Städten stark angestiegen.

Zielgruppe

Bedürftige Lhomi-Familien in Kathmandu, in denen die Männer Trekking-Führer oder Träger sind und deren Frauen keine schulische (Aus-)Bildung und kein eigenes Einkommen haben.

Projektort

Projektziel

Unterstützung bedürftiger Familien mit Lebensmittelpaketen.

Projektpartner

Wir (Dorchi Nuppa Bhote, Sandra Eisner von Dagu Himalaya) arbeiten in Österreich mit der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) „Hilfe die ankommt“ zusammen. In Nepal ist unser Partner und Projektträger die NGO „Nepal Lhomi Society (NELHOS)“. NELHOS hat bereits seit 2008 Erfahrung mit unterschiedlichen Projekten im oberen Arun Tal. Das generelle Ziel des Projektträgers ist es, die Entwicklung der Bewohner des Arun-Tals (Singsa Lhomi, Nawa) zu unterstützen und fördern.

 

Der Projektträger hat bereits „Mothertongue based Pre-School Programs“ in allen 15 Dörfern der Singsa Lhomi und Nawa Volksgruppen gestartet. Zusätzlich hat NELHOS 2015 einen privaten Gesundheitsposten in Lingam eröffnet. Infolgedessen hat NELHOS Erfahrung mit dem Umgang internationaler Unterstützungsgelder.


Weitere Informationen unter: www.hilfedieankommt.org und / oder www.nelhos.org

Durchführung und Nachhaltigkeit

An insgesamt 350 bedürftige Familien in Kathmandu werden Lebensmittelpakete ausgeteilt. Diese Familien werden von einem Gremium nach bestimmten Kriterien ausgewählt und kontaktiert. Ein Paket beinhaltet Reis, Öl, Salz, Linsen und Hygieneartikel und kostet ca. 20-25 EUR kosten. Seit den Ausgangssperren sind die Preise für Lebensmittel drastisch gestiegen. Mit den Lebensmitteln kommt eine Familien ca. 1 Monat über die Runden.